Freitag, 30. September 2016

Red & White Quilt- Bernina Wettbewerb 2016

Hallo,
wer mir auf Instagram folgt, weiss dass ich mich vor drei Monaten endgültig entschlossen habe doch noch am diesjährigen Wettbewerb der Bernina AG teilzunehmen.
Der Wettbewerb steht dieses Jahr unter dem Motto "Red & White Quilt". Lange habe ich den Stoffstapel hin und her geschoben. Immerwieder zurück in den Schrank gelegt, weil mir einfach kein Muster einfallen wollte. Es sollte möglichst ein einfaches Muster sein. Das zumindest war mein Plan.


Durch Zufall fiel mir beim Umräumen des Nähzimmers wieder das Buch "Simply Retro" von Camille Roskelley in die Hände. Dort bin ich dann schnell fündig geworden.... zwei Quiltmuster kamen in die engere Auswahl. Vintage und Framed. Das fertige Vintage Quilttop habe ich euch erst letzten hier gezeigt.
Dies ist also das Quilt Framed geworden.


Die Stoffe sind ein wildes Sammelsurium von Westfalenstoffen über Michael Miller bis Moda Bella Solids aus meinem Stash.


Der weiße Zwischenstoff ist white bleached von Moda fabrics.



Nachdem ich beim Quilten auf meiner Hausnähmaschine ein wenig verzweifelte, weil die Kurven einfach nicht so sauber gelingen wollten, ob der Größe, die ich gleichzeitig im Zuam halten musste. Habe ich wieder aufgetrennt und mich entschieden den Quilt auf der Bernina Q24 bei Dorthe zu quilten.
Das Quilting auf den weißen Zwischenstücken ist mäander, in den kleinen weißen Quadraten habe ich kleine Bubbles gesetzt und in jedem großen roten Feld eine Blume gesetzt.


Die Suche nach eine passenden Rückseitenstoff stellte mich vor einige Schwierigkeiten, gerne wollte ich einen roten Stoff mit einem tollen weißen Muster, aber nichts entsprach so wirklich meinen Vorstellungen, bis auf diesen rot-weiß karierten Westfalenstoff, der halbwegs ins Vorstellungsschema fiel.
Damit er aber nicht langweilig und trist daher kommt, habe ich zusätzliche Stücke aus den auf der Vorderseite verwendeten Stoffen geschnitten und in drei Streifen in die Rückseite eingefügt.


Auch das Binding ist nicht einfach uni gehalten. Hier habe ich einen letzten Rest Red Stripes aus der Kollektion "Scrumptious" von Bonnie& Camille für Moda fabrics verwendet.





alles Liebe

Judith

Freitag, 23. September 2016

Auf einen Kaffee mit.... Dorthe

In der virtuellen Welt des Nähens und Patchworks trifft man immer wieder auf tolle, kreative und positive Menschen. Menschen mit denen ich am liebsten stundenlang quatschen würde, mich zum nähen verabreden und ihnen bei ihrem Tun über die Schulter schauen möchte.

Ich freue mich sehr, dass ich, besonders im letzten Jahr, die Möglichkeit dazu bekommen habe viele dieser Menschen persönlich kennenzulernen. In loser Reihe möchte ich euch Menschen, die mich bewegt beeindruckt und inspiriert haben bei einem "virtuellen Kaffeeründchen" ein bisschen vorstellen.


Heute ist Dorthe mein Gast. Durch ihr Stofgeschäft sind wir aufeinander gestoßen und seither gut befreundet. Viel haben wir bereits zusammen erlebt und es macht Spaß gemeinsam neue Ideen zu überlegen und auszuprobieren.

Herzlich Willkommen!

Ich freue mich Dich als Gast zu einem virtuellen Kaffeeklatsch bei September's Quiltdelight begrüßen zu dürfen.

Was darf's denn sein? Kaffee oder Tee? Mit Milch und Zucker? Stell Dich uns bitte einmal vor!

Kaffee schwarz bitte, denn ich möchte noch schöner werden. Dorthe, verheiratet, kinderlos aber Hundebesitzerin. Nähbegeistert bin ich seit ich 13 Jahre alt bin. begonnen habe ich auf einer alten Singer mit Fußtritt.

Magst Du erzählen, woher/ wie wir uns kennen?

Ich hatte meinen Laden erst eine Woche geöffnet und Du kamst und suchtest Stoffe aus. Seitdem haben wir uns einmal die Woche gesehen , das ist drei Jahre her. Inzwischen sind wir befreundet. 



Wie fühlt es sich an, so mitten in meinem virtuellen Nähzimmer zu sitzen? Gefällt es Dir hier? Wie bist Du selbst zum Patchworken/ Quilten gekommen?

Mir gefällt es in deinem Nähzimmer, auch wenn es nur virtuell ist. in echt kenne ich es ja auch. Zum Patchworken bin ich Mitte der neunziger Jahre gekommen. Ich hatte mich bei einem Kurs mit dem Thema 2Double Wedding Ring angemeldet. Das ist ein Thema, was für einen blutigen Anfänger, wie ich es war, sehr frustrierend ist. Ich habe damals schnell aufgegeben und das unfertige Teil bei so einigen Umzügen immer wieder in der Hand gehabt . Inzwischen ist es nicht mehr aufzufinden. von 12/13 Jahren dann kam ich mit einer damaligen Kollegin ins Gespräch, die rege Quilts nähte. Schnell war ich angesteckt. 

Inspirationen, das A und O der kreativen Entfaltung und Entwicklung... woher nimmst Du die Inspiration für deine Werke?

Eben habe ich ja vom Double Wedding Ring gesprochen. Vor einiger Zeit fiel mir das Buch von Victoria Findley Wolfe zu diesem Thema in die Hände. Also inspiriert werde ich durch Blogs, die ich lese, durch Messebesuche (letztens beim Quiltmarket in Houston), durch Instagram, Flickr und all diese sozialen Netzwerke. Die To-Do-Liste wird länger und länger.



Findet man Dich neben Deinen kreativen Ergüssen an der Nähmaschine auch noch anderswo? Als Blogger oder auf anderen Socialmedia- Kanälen? Wenn ja wo? Schließlich möchten wir gerne Deine Werke in Augenschein nehmen und uns von Dir inspirieren lassen!

Facebook, Twitter, Instagram, Google+, Flickr, Pinterest- ihr werdet mich schon finden ;-)





Jede Patchworkelfe, die ich bisher getroffen habe, hatte mindestens ein Lieblingstool, welches für sie aus ihrem Nähalltag nicht mehr wegzudenken war. Ich kann mir kaum vorstellen, dass es bei Dir anders sein sollte....
ist es nicht. Ich mag besonders den Hera Marker von Clover. Damit kann ich Markierungen machen, ganz ohne Markierstift. Die trocknen bei mir zu schnell aus.
Wo wir schon davon sprechen...Neben dem Lieblingstool, haben sich über die Jahre auch Lieblingsmuster entwickelt, welche Du immer wieder gerne nähst und arbeitest?
Ja der Double Wedding Ring immernoch! Noch nie genäht genäht, jedenfalls nicht zu Ende. Die Quick Curve Ruler reizen mich..Ich mag es gerne auf Papier zu nähen. Und ich liebe Flying Geese.   


Zum Schluss bitte ich Dich noch um eine Nähweisheit für die virtuelle Glückskeksproduktion...

Hab immer einen Nahttrenner griffbereit, dann kann nichts schief gehen.

Danke, dass Du Dir die Zeit genommen hast vorbei zu schauen.

Montag, 12. September 2016

Die Sache mit der Maßeinheit Inch...

... und was Kuchen und eine Wanduhr damit zu tun haben und warum ihr gar keine Scheu davor zu haben braucht.

Ihr Lieben,

habt es in letzter Zeit sicher mehr und mehr gemerkt. Ich habe begonnen meine Anleitungen, siehe z.Bsp: die Stifterolle, ebenfalls mit Inchmaßen anzugeben.

Als ich vor über fünf Jahre mit dem Nähen begonnen habe, war ich froh, das ich wusste wo vorne und hinten, innen und außen ist. Damals war ich nicht unbedingt für Experimente zu haben. Hätte ich aber gewusst wie wirklich einfach und leicht es ist mit Inch zu nähen, ich glaube es wäre manches von Beginn an genauer geworden und ich hätte mir nicht bei so mancher Anleitung so lange über die Findung der Maßangabe für die Nahtzugabe auf dem Lineal den Kopf zerbrochen.

Vielleicht ist das aber auch ein wenig weit aus dem Fenster gelehnt gesagt, mit der heutigen Näherfahrung.

Aber gebt mir doch eine Chance euch die ganze Sache ein bisschen näher zu bringen und vielleicht ein wenig Mut mitzugeben, einen eigenen Versuch zu starten. Achtung! Vorab sei gesagt, dass ich was Mathematik betrifft so garkein As bin. Wahrscheinlich bin ich also nicht in allen Augen der passende Erklärbär für diese Thematik.
Ich versuche es trotzdem. Vor allem wo es sich hier im Grund um Grundschulmathematik handelt. Denn es hat schon ziemlich viel mit Uhr und Zeit zu tun. In NRW im Lehrplan für das Ende des 1. Schuljahrs vorgesehen (habe mich extra informiert).

Aber fangen wir mal gaaanz vorne an. Bei der Uhr!

Jeder von uns ganz eine ganze Stunde zwei halbe, in vier Vierte....





oder eben acht Achtel teilen, damit man zu einer vollen Stunde kommt. Nichts anderes ist Inch. Alles besteht aus Halben, Vierteln und Achteln. So werden Stoffmengen angegeben, Nahtzugaben hinzugerechnet und genäht.


Und schwups, schon habt ihr alles verstanden. Also geht's weiter. Nächste Aufgabe: das Lineal. Hierbei hat Dorthe mal so eine nette Grafik erstellt, die ich heute netterweise verwenden darf, um euch die einzelnen Markierungen auf einen Inch- Lineal nebst Bedeutung zu erklären. Obwohl eigentlich erklären sich die Striche schon fast von ganz alleine, dank der Vorübung an der Uhr.



War auch nicht wirklich schwer oder? Dann näher wir uns langsam aber sicher dem Höhepunkt. Dem Inch- Nähfüßchen und dem Nachmessen einer 1/4inch-Nahtzugabe.


Das linke Füßchen mit der Nummer 37- ist der 1/4inch Nähfuß aus dem Hause Bernina, daneben seht ihr das Exemplar von Brother, außerdem mit im Bild ein kleines Omnigrid- Lineal, welches ich gerne zum Nachmessen der Nahtzugabe verwende, wie auf dem nächsten Bild zu sehen:



Ich hoffe, ich konnte euch die Scheu vor der Maßeinheit Inch ein wenig nehmen und ihr habt Lust bekommen es auszuprobieren. Falls ihr aber noch Fragen habt, oder Anregungen, dann immer her damit.

Fröhliches Nähen und Messen

Judith

Sonntag, 11. September 2016

Sew Along, Quilt Along und Swap

Für diesen Monat nähe ich gerade dreieierlei, bisher noch ohne Überforderungserscheinungen. Liegt unter anderem daran, dass die Zeiträume sich teilweise aber eben nicht komplett überschneiden.

In einem kurzen Steckbrief mag ich euch die Aktionen mal genauer vorstellen. Vielleicht habt ihr ja Lust noch einzusteigen?

#undercovermakermatSAL- Sew Along 


organisiert und ins Leben gerufen von Nicole-lillyellasworld
Genäht wird: Diese Maker Mat nach dem Freebook von Nicole, welche nach dem Nähen als Nähmaschinenhülle über die Maschine gelegt werden kann.
Genäht wird im Zeitraum: vom 6- 16 September, einen genauen Ablaufplan findet ihr hier.


#ScrappyskylineQAL


von Shannon Brinkley
Was wird genäht: Jede/Jeder wählt aus 70 Skylines (großteils US-amerikanische Großstädte) seine Lieblingsstadt/ Lieblingsskyline aus. Diese wird im Onlineshop von Shannon als pdf gekauft (Kostenpunkt 8 Dollar/ pro Pattern). Anschließend wird die Größe ausgewählt, es stehen 5 Größen zur Verfügung und es können die unterschiedlichsten Projekte daraus gearbeitet werden, von einer kleinen Wandaufhängung bis zum großen Quilt.
Genäht wird: Im Zeitraum von Anfang September bis Ende Oktober. Jede Woche wird unter allen Teilnehmern ein Gewinner gekührt und es gibt für diejenige ein Geschenk.

#swappenaufdeutsch Runde 8


von @aylin.nilya ins Leben gerufen, findet die Runde 8 des "Swappen auf deutsch" statt.
Genäht wird: Einen Turnbeutel
Der Swap findet ausschließlich bei Flickr statt. Die Anmeldung für eure Teilnahme erfolgt bis spätestens 15.September mit Mosaik auf das Flickr-Gruppenboard und einer Anmeldungsmail an Aylin.
Kommen 20 Teilnehmer (12 sind es bisher) zusammen findet der Swap statt. 
Die Grundregeln und wie alles funktioniert, hat Aylin in den Gruppeninfos nochmal für euch festgehalten.

Da ich weiß, dass nicht alle hier so genau wissen, was ein SewAlong, QuiltAlong oder Swap ist, gibt es noch ein kleines Begrifflexikon.

QuiltAlong
Alle haben die gleiche Anleitung für ein und den selben Quilt. Jede näht die Blöcke in ihren bevorzugten Stoffen, gestaltet aus den fertigen Blöcken ihr Quilttop und quiltet ihr Werk nach eigenen Vorlieben im angegebenen Zeitraum. Über die Stoffentscheidung, fertige Blöcke und weitere geschaffte Arbeitsschritte informiert sie andere QuiltAlong- Teilnehmerinnen mit Bildern auf den entsprechenden Social Media Plattformen. Meistens gibt es bei QuiltAlongs sogenannte Giveaways, für das schönste Zwischenstandergebnis und das Endergebnis.

SewAlong
ist vom Ablauf her recht ähnlich einem Quiltalong. Hier wird am gleichen Nähprojekt gewerkelt.

Swap
Ein Swap ist eine Art Tausch von Nähergebnissen. Alle Teilnehmerinnen nähen zum gleichen Thema. Die Swappartner (also wer für wen näht) sind geheim. Sobald die Anmeldung stattgefunden hat, schickt die Organisatorin eine Mail mit der Anschrift und ersten Infos zu deiner Partnerin.
Durch das Mosaik/eine Collage aus Bildern mit den Lieblingsfarben, Stoffen, Mustern kann man sich ein Bild machen, was der eigenen Partnerin gefällt. Über die Zeit des Swaps werden immer wieder Bilder von der Stoffauswahl durch die Nähende gepostet und hoffentlich positiv von der ZuÜberraschenden postiv kommentiert, nur so weiß man, ob man richtig liegt.


Donnerstag, 8. September 2016

Moustache- Pattern- fpp

- oder Probenähen im richtigen Augenblick.


Als ich Anfang August von Claudia aka ma.la.la eine Email bekam, ob ich kurzfristig Zeit hätte ihr neuestes fpp- Pattern probezunähen bzw, ihr ein Designbeispiel zu zaubern konnte ich garnicht nein sagen, denn das Muster hat mich einfach umgehauen.
Der Name "Moustache" läst es ja bereits erahnen. Sie hat ein Paperpiecing- Modell entworfen für eine Schnurrbart. Das kam mir gerade recht, denn irgendwie fehlte mir zum Geburstag meines Mannes noch das gewisse Etwas. Klar gerne wieder was Selbstgenähtes und passender Stoff für Ihn wartete eh auf seine Verwendung seit Houston, doch so richtig wollte mir nichts einfallen.



Mit dem Schnurrbart habe ich jetzt die Vorderseite eines schlichten Schlamperbeutel (das ist die große Form eines Schlampermäppchens) geschmückt. So ein Tabakbeutel war eh mal an der Reihe. Eigentlich zwar aus schönem Wollfilz, doch den habe ich leider offline nirgendwo gefunden und da möchte ich dann doch gerne mal probefühlen. Falls ihr aber eine wirklich verlässlich und gute Quelle für echten Wollfilz in Netz wisst, freue ich mich über einen Tipp.


Ein paar Infos zum Moustache- Pattern von Claudia habe ich noch für euch. Die Anleitung beinhaltet zwei Größen, "Moustache" ist fertig genäht 38x16cm groß und "Moustache Mini" mit einer Größe von 18x8cm dabei. Erhältlich ist das Pattern ab sofort im Claudias Onlineshop.

Ich habe für den Beutel die kleine Größe gewählt. Die größere Variante schwebt mir noch für eine Reisetasche, wie die Cargo Duffle Bag (ohne Außentaschen), vor.

Alles Liebe

Judith

verlinkt bei: fuersohneundkerle, paperpiecing Linkparty

Montag, 5. September 2016

Hallo Fall- Maple leaf

Jetzt beginnt sie wieder: meine liebste Jahreszeit. Farben in Hülle und Fülle, die mit dem Licht der tiefstehenden Sonne ihr Schauspiel vollführen.
Die passende Jahreszeit euch meine großen, kleineren und ganz kleinen Maple Leafs zu zeigen. So fix ist der Block genäht. Da macht die Größe keinen Unterschied.


Für diesen xl- Block Herbstlaub benötigt ihr aus Musterstoff für das Blatt als solches (2) 10"x10" Stoffstücke, (3) 9,5"x9,5" Stoffstücke, (1) 4"x10" Stoffstreifen für den Stiel, sowie aus Uni/Hintergrundstoff (2) 10"x10" Quadrate und (1) 9,5"x9,5"großes Stoffstück. Genäht wird dieser Big Block wie in meiner Anleitung für diese bunten Blätter:



Und dann habe ich noch ein wenig mit den Resten des großen gelben Blattes gespielt und es sind niedliche kleine Tassenuntersetzer entstanden. Hierbei sind die "großen" Ausgangsquadrate für die schnellen Dreiecke 2,5" groß, zurückgeschnitten und die anderen Teile sind dann alle 2" klein.


Hierbei schneide ich übrigens bei allen Teilen die Nahtzugabe nach dem Nähen auf 1/8" inch zurück. Das hat sich in meinen Augen bewährt, da so nicht der komplette Block durch soviel Nahtzugabe an manchen Stellen so wulstig wird.


Und wie sieht es bei euch aus? Seid ihr Herbstkinder? Mögt ihr diese Zeit in der die Natur alles gibt um uns für einen grauen November und langen Winter versöhnlich zu stimmen?

Macht's euch schön

Judith

Stoffinfo:
gelber Kringelstoff:  "Yellow string pattern" aus der Kollektion "Momor" von Lotta Jansdotter für Windham fabrics, grauer Stoff mit weißen Sprinkeln: "Sprinkle stardust" aus de Basickollketion von Cotton+Steel - beides aus meinem Stash (Infos zum mittleren vier- Blätterprojekt in der Anleitung)
verlinkt zu:HoT, Creadienstag, Dienstagsdinge, Modern Patch Monday

Freitag, 26. August 2016

Auf einen Kaffee mit... Julia (fine fabric)

Herzlich Willkommen!


Ich freue mich Dich als Gast zu einem virtuellen Kaffeeklatsch bei September's Quiltdelight zu begrüßen.


•Was darf's denn sein? Kaffee oder Tee? Mit Milch und Zucker? Stell dich uns bitte einmal vor!

Danke für die Einladung! Ich nehme unbedingt Kaffee mit sehr, sehr viel Milch, aber ohne Zucker. Tatsächlich machen sich manche über mein Kaffee – Milch Verhältnis lustig
Ich bin Julia, Ende 30, verheiratet, Mama von zwei Kindern. Wir wohnen tief im Süden in der Nähe von Freiburg. Ich bin Sozialpädagogin und arbeite derzeit in einer KiTa.


•Magst Du erzählen, woher/ wie wir uns kennen?
Tatsächlich kenne wir uns bisher leider nur via Internet und so ist es nur absolut passend, dass ich hier bei einem virtuellen Kaffeeklatsch sitze! Ich liebe Blogs, lese sie schon lange und fand so auch zu deinem tollen Blog und zur Gruppe der Modern Cologne Quilter. So entstand unser Kontakt. Ich hoffe sehr, dass unsere virtuelle Bekanntschaft bald in einer realen endet!


•Wie fühlt es sich an so mitten in meinem virtuellen Nähzimmer zu sitzen? Gefällt es dir hier? Wie bist du selbst zum Patchworken/  Quilten gekommen?
Oh, es ist sehr gemütlich hier. Ich bleibe gerne noch ein Weilchen.
Wie gesagt, ich liebe Blogs. Sehr bald nach meinen ersten Nähversuchen vor ca. drei Jahren landete ich auf deutschen und englischsprachigen Seiten. Ich war sehr beeindruckt, wie kunstvoll viele patchworken bzw. quilten. Das wollte ich auch können. Ich war infiziert. Dazu kam meine wachsende Begeisterung für amerikanische Quiltstoffe und die Tatsache, dass ich es schon immer schwierig finde, Kleidung für mich zu nähen.  Ja, und auch der Bedarf an Mädchenkleidchen für meine Tochter ist irgendwann gedeckt.  So blieb ich dabei. Patchwork ist einfach so vielseitig und macht mich wirklich glücklich!




•Inspirationen, das A und O der kreativen Entfaltung und Entwicklung... woher nimmst Du die Inspirationen für Deine Werke?
Klar aus dem Internet. Dort scrolle ich durch Stoffe, Schnittmuster und – eben Blogs. Die Fülle der Möglichkeiten scheint da ja schier endlos. Tatsächlich geschieht es oft, dass mich eine Bild, eine Stoff Linie oder schlicht eine kleine Idee bis nachts in den Schlaf verfolgt und ich erst schlafen kann, wenn alles zu Ende gedacht ist. Das kennen bestimmt viele. Ob meine Nähergebnisse wirklich „Werke“ sind… naja.




•Findet man Dich neben Deinen kreativen Ergüssen an der Nähmaschine auch noch anderswo? Als Blogger oder auf anderen Socialmedia- Kanälen? Wenn ja wo? Schließlich möchten wir gerne Deine Werke in Augenschein nehmen und uns von Dir inspirieren lassen!
In meinem Blog www.finefabric.de zeige ich (fast) alles, was schon unter meiner Nähmaschine lag. Patchwork und Quilting, viele Taschen und gerne auch mal ein Kleidungsstück….Ansonsten findet ihr mich selbstverständlich auch auf Instagram und Facebook unter dem Profilnamen „finefabric“. Und schließlich mein kleiner, feiner Dawandashop…




•Jede Patchworkelfe, welche ich bisher getroffen hatte, hatte mindestens ein Lieblings- Tool welches für sie aus ihrem Nähalltag nicht mehr wegzudenken war. Ich kann mir kaum vorstellen, dass das bei Dir anders sein sollte.
Oh, ich sehe schon. Jetzt fallen einige Patchworkelfen vor Schreck um. Nein, tatsächlich habe ich eigentlich kein Lieblingstool! Im Gegensatz zu den meisten besitze ich nur wenige Ruler, Cutter oder Nähfüße. 
Wenige gute Werkzeuge und meine einfache, aber zuverlässige Nähmaschine reichen mir völlig. Das liegt zum einen daran, dass man für meine Lieblingstechnik FPP nur wenige Hilfsmittel benötigt. Zum anderen ist meine Liebe zu Stoffen so groß, dass ich mein Geld oft lieber in neue Linien investiere. Ja, und dann habe ich wenig Platz und eine Neigung zum kreativen Chaos. Ich kann nicht sagen, wie oft ich fluchend durch unser Wohnzimmer gekrochen bin – verzweifelt auf der Suche nach meinem Nahttrenner… Ich will mir nicht vorstellen, wie es in unserer Wohnung mit noch mehr Hardware aussehen würde 😋 Aber mit der Zeit wird mein Pool sicher noch wachsen. Auch ich kann nicht allen Versuchungen widerstehen..😏




•Wo wir schon davon sprechen... Neben dem Lieblingstool, haben sich über die Jahre auch Lieblingsmuster entwickelt?
Hm…ein Lieblingsmuster habe ich eigentlich nicht. Da liebe ich die Abwechslung. Für mich hat Nähen auch viel mit Lernen zu tun. Es gibt so viele Schnitte und Muster, die ich noch nicht ausprobiert habe! Und wäre es nicht zu schade, sich nur an einer Möglichkeit zu versuchen? Aber wie bereits erwähnt, liebe ich paper piecing. Es fasziniert mich, wie akurat man dabei mit kleinsten Stoffschnipseln arbeiten kann. Außerdem entspanne ich gerade bei dieser Technik am Besten. Woran das liegt? Ich weiß selbst nicht genau. Wahrscheinlich ist es das Folgen der vorgegebenen Linien auf dem Papier, das mich zum Nicht-Denken bringt.




•Zum Schluss bitte ich Dich um eine Nähweisheit für die virtuelle Glückskeksproduktion....

Nähen verbindet!


Schlicht, aber wahr. Seit ich nähe, und besonders auch seit ich in meinem Blog schreibe, hatte ich das Glück, viele neue Bekanntschaften machen zu dürfen. Virtuell und im realen Leben. So, wie Deine, liebe Judith!


Danke, dass Du Dir die Zeit genommen hast vorbei zu schauen, ich würde mich freuen Dich zu einem bestimmten Thema, Tutorial oder ähnliches wieder bei mir begrüßen zu dürfen.